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VergangenheitsbewäLtigung Zweier Nationen: Spanien Und Deutschland - (Un)Vergleichbar?

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Autor:  anton  05 March 2011
Tags:  Vergangenheitsbewltigung,  Zweier,  Nationen,  Spanien,  Deutschland
Words: 7271   |   Pages: 30
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INHALTSVERZEICHNIS

I. EINLEITUNG: PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNGВ…В…В…В…В…В…...2

II. VERGANGENHEITSBEWГ„LTIGUNG: DEFINITION UND NOTWENDIGKEITВ…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В….3

III. UMGANG SPANIENS MIT DER VERGANGENHEITВ…В…В…В…В…В…В…В…В…В…5

III. 1. 1939 В– 1975В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В….5

III. 2. nach 1975В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…6

IV. VERGLEICH SPANIENS MIT DEUTSCHLANDВ…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В….7

IV. 1. Allgemeine BetrachtungВ…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В….7

IV. 2. Der Weg zur Diktatur: Ausgangssituation, Ursachen,

Schlussfolgerungen.........................................................................................7

IV. 3. Der Гњbergang in die Demokratie und ihre SchwierigkeitenВ…В…В…В…В…В….10

IV. 4. Der Aufwand der Vergangenheitsbewältigung im Vergleich……………...13

IV. 4. 1. Verbot der belasteten Organisationen und die

Bestrafung der Täter………………...……………………….13

IV. 4. 2. Vergangenheitsbewältigung in der Öffentlichkeit…………...15

IV. 4. 3. Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer………………19

IV. 4. 4. ErinnerungskulturВ…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…21

V. AKTUELLER BEZUGВ…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…...23

VI. SCHLUSSFOLGERUNG UND AUSWERTUNGВ…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…23

VII. LITERATURVERZEICHNISВ…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…В…25

I. EINLEITUNG: PROBLEMSTELLUNG, ZIELSETZUNG

‚León - "Liebe Eltern, weint nicht um mich, ich gehe in die Ewigkeit ein, wohin wir alle gehen, und grüßt auch schön die Geschwister, sie werden mich jetzt ..." Der Referent kann nicht weiterlesen, muss sich die Tränen abwischen. "Sie werden mich jetzt erschießen." Im Saal macht sich beklommenes Schweigen breit, alten Männern, aber auch Jugendlichen rinnt es die Wangen herab, bis jemand die Stille durch Applaus unterbricht. Spanien liest nie gelesene Abschiedsbriefe, öffnet das dunkelste Kapitel der eigenen Vergangenheit: die Massenmorde unter Diktator Francisco Franco.'

Wie Ralf Streck bereits am 09. Juni 2004 in einem Internetartikel formulierte, kommt die spanische Vergangenheitsbewältigung spät in Gang. Doch sie kommt in Gang und zieht somit mehr und mehr den Blick der Öffentlichkeit auf sich. Ereignisse über Spanien und seine Geschichte gingen in den letzten Monaten und Jahren durch Zeitungen, Funk und Fernsehen. Die im Jahr 2000 begonnenen Exhumierungen spielen dabei wohl eine der wichtigsten Rollen. Aber auch die lang debattierte und im März 2005 gefällte Entscheidung über die Entfernung des Reiterstandbilds Francos in Madrid sorgte für großes Aufsehen.

Aber das wohl wichtigste Ereignis zum Thema Vergangenheitsbewältigung war das zweite Symposium Kultur des Erinnerns, welches vom 26. bis 28. Mai dieses Jahr in Berlin stattfand. Historiker und Schriftsteller, u. a. Walther L. Bernecker, beschäftigten sich mit der Frage, inwiefern die deutsche und die spanische Vergangenheit miteinander vergleichbar seien. Anstoß dazu gaben außerdem der 60. Jahrestag des Kriegsendes Deutschlands am

08. Mai 2005 sowie die zwei Tage später folgende Einweihung der Gedenkstätte in Berlin für die ermordeten Juden Europas.

Die Frage, ob der spanische Bürgerkrieg und die Franco-Diktatur mit dem Holocaust und der Teilung Deutschlands vergleichbar wären, wurde in der Vergangenheit einheitlich verneint. Dennoch soll in dieser Arbeit versucht werden, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, besonders hinsichtlich der Vergangenheitsbewältigung, beider Nationen herauszuarbeiten, wobei der Focus allein auf dem spanischen Bürgerkrieg, der Franco Diktatur und auf der faschistischen Herrschaft in Deutschland von 1933 bis 1945 und dem damit verbundenen Holocaust liegen soll.

Zunächst wird aufgezeigt, wie die Spanier bisher mit ihrer Vergangenheit umgegangen sind und ob eine Aufarbeitung bereits statt gefunden hat. Weiterhin soll analysiert werden, warum Vergangenheitsbewältigung notwendig ist und welche Maßnahmen mit wie viel Aufwand angewandt wurden und angewendet werden müssen, damit sie funktionieren kann. Unter Punkt Vier soll zunächst eine Übersicht über die historischen Zusammenhänge gegeben werden, wobei dies aufgrund der Fülle von Fakten nur begrenzt möglich ist. Außerdem werden die relevanten Komponenten des Begriffs der Vergangenheitsbewältigung aufgeschlüsselt und dargestellt, mit dem Versuch direkte Parallelen zwischen Spanien und Deutschland zu ziehen. Dabei werden Termini wie Opfer, Verbrecher, Rehabilitierung, Wiedergutmachung, Erinnerung und Gedächtnis eine wesentliche Rolle spielen.

II. VERGANGENHEITSBEWГ„LTIGUNG: BEGRIFF, NOTWENDIGKEIT

Der Begriff Vergangenheitsbewältigung findet seinen Ursprung in Deutschland und bezeichnete den Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus. Laut König hat in den letzten Jahren allerdings eine Abnabelung von dieser ursprünglichen Bedeutung stattgefunden.

Er steht längst nicht mehr nur für einen ethnisch-moralischen Umgang mit der Vergangenheit in Deutschland, sondern wird heute in politik- und sozialwissenschaftlichen Analysen zum Thema Ablösung von Diktaturen durch Demokratien verwendet.

Wenn man in Spanien über die Vergangenheitsbewältigung spricht, ist von

Récuperación de la Memória Histórica die Rede – Wiedererlangung des historischen Gedächtnisses. Das beweist, dass es noch kein passendes Schlagwort im Spanischen für diesen deutschen Ausdruck gibt, sondern lediglich eine Umschreibung, was ein weiterer Hinweis darauf ist, dass Spanien mit seiner Vergangenheitsbewältigung noch weitestgehend in den Kinderschuhen steckt.

Wolffsohn sagt, dass Vergangenheitsbewältigung einen Prozess darstellt, der sich besonders auf die Bereiche Politik und Ideologie, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Recht, Militär und Polizei bezieht und auf die in diesen Bereichen verantwortlichen Personen, welche sich in politischem oder moralischem Sinne schuldig gemacht haben.

Zur Aufarbeitung der Vergangenheit gehört das Wissen, Werten, Weinen und Wollen:

В„Wissen, was geschah.

Das Werten der Taten als Untaten.

Das zumindest symbolische Weinen Гјber die Opfer.

Das Wollen eines anderen, als besser und moralische empfundenen Gemeinwesens.

Dieses Wollen wäre die Voraussetzung zum Handeln."

Das bedeutet, dass die Zeit auch im juristischen Sinne aufgearbeitet werden muss: Verbot der belasteten Organisationen. Bestrafung der Täter. Disqualifizierung belasteter Personen. Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer sowie die öffentliche Aufarbeitung der Vergangenheit. Werte und Normen müssen hinterfragt werden. Eine mahnende Erinnerungskultur muss entstehen und es müssen Vorkehrungen getroffen, Ursachen und Funktionsweisen untersucht werden, mit dem Ziel, eine Wiederkehr solcher Ereignisse zu verhindern. Unter diesen Aspekten soll die Aufarbeitung der Vergangenheit Spaniens und Deutschlands in dieser Arbeit verglichen werden.

III. UMGANG SPANIENS MIT DER VERGANGENHEIT

III. 1. 1939 В– 1975

Der Bürgerkrieg hinterließ im April 1939 eine Gesellschaft, die noch bis zum Ende des Franquismus durch die brutalen, Menschen verachtenden und überaus blutigen Kämpfe der letzten Jahre geprägt sein würde. Doch vor allem hinterließ er eine Spaltung der traumatisierten Gesellschaft in Sieger und Besiegte sowie ein nahezu in jeder Hinsicht verwüstetes Land. Auch nach der Beendigung des Bürgerkrieges gab es keinen Weg in die Freiheit, denn Franco gestand den Verlierern nie eine Generalamnestie zu. Im Gegenteil, die Erinnerung an seinen ruhmreichen Sieg wurde von Franco bewusst aufrechterhalten, da dieser Sieg die Rechtfertigung für ihn war, über Spanien zu herrschen. Auch wenn der Frieden und Versöhnung propagiert wurden, so ging es doch hauptsächlich um Rache. Somit ging der

1. April 1939 nicht als Tag des Friedens, sondern als Tag des Sieges in die Geschichte ein, was den Verlierern Jahr fГјr Jahr in groГџem Stil vor Augen gehalten wurde. Besonders in den Vierziger Jahren litten die Menschen unter der Repression des Caudillo.

Franco und seine Anhänger wollten das Land systematisch politisch säubern und das bedeutete eine konsequente Vernichtung aller, die zu irgendeinem Zeitpunkt eine kritische Haltung gegenüber Franco vertraten oder die katholische Kirche als Machtinstrument einschränken wollten, darunter Priester, Arbeiter und Gewerkschafter. Doch der bitterste Kampf galt den rojos, den Hochverrätern in Francos Augen. „Wer nicht für Franco und sein España war, war ein rojo." Verfolgungen und Hinrichtungen waren keine Seltenheit.

„Man schwieg aus Angst vor der Rache der Sieger. Man schwieg aus Angst vor sozialer Diskriminierung. Wer sich durch Fragen verdächtig machte, bekam keinen Job. Wer nicht in die Kirche ging, machte sich verdächtig. Wer sich verdächtig machte, wurde verhaftet. Die Wände der Häuser, sagten Spaniens Mütter, haben Ohren."

Dieses Zitat macht deutlich, dass man zu der damaligen Zeit keinesfalls von Vergangenheitsbewältigung reden kann, genauso wenig wie von einer Aufarbeitung des Geschehnen in irgendeiner Weise. Lediglich von einem Umgang mit der Vergangenheit, der sich in einem erzwungenem Schweigen äußerte, ausgelöst durch Angst.

III. 2. nach 1975

Die fürchterlichen Verbrechen während des Krieges fanden in der der Franco-Ära kein Ende, deshalb war für viele Spanier der Bürgerkrieg erst mit dem Tod Francos im Jahr 1975 beendet. Doch auch nach dessen Tod konnte das Volk mit der Aufarbeitung der Vergangenheit nicht beginnen. Es wurde der Weg des Vergessens eingeschlagen, um einen friedlichen Systemwechsel zu garantieren. Versöhnung wurde aus allen Teilen des Landes gefordert und dies zog Koalitionen zwischen Teilen der Opposition und des Regimes nach sich, was für beide Lager keineswegs eine Niederlage bedeutete. Spanien blieb also weiterhin auch in den Händen der Franquisten und das Vergessen war damit offiziell zum

Königsweg der Versöhnung geworden. Franco wurde zum Tabu. Demzufolge blieben Wiedergutmachungen, Entschädigungen, Bestrafungen oder Verurteilungen aus.

Obwohl das Informationsbedürfnis um die Zeit des 50. Jahrestages des Kriegsbeginns 1986 bzw. des Kriegsendes 1989 relativ hoch war und der Markt von Bürgerkriegsliteratur regelrecht überschwemmt wurde, kann noch immer nicht von Aufarbeitung der Vergangenheit die Rede sein, denn die Repression sowie die erschreckenden Details des Bürgerkrieges fanden darin keine Beachtung. Das Ergebnis war eine streng wissenschaftliche, entschärfte, objektive Literatur der jungen Generation und nicht der Zeitzeugen selbst.

Erst im Jahr 2000, als die Massengräber aus Zeiten Francos entdeckt wurden und zahlreiche Exhumierungen, initiiert von Emilio Silva , statt fanden, wurden die Stimmen nach Aufklärung immer lauter und entschiedener. Auch der Druck auf die Regierungen wurde immer größer. Seit dem Regierungswechsel mit der Machtabgabe an die Sozialistische Partei im März 2004 trägt nun auch der Staat unter Zapatero aktiv zur Aufklärung der Fakten bei.

IV. VERGLEICH SPANIENS MIT DEUTSCHLAND

4. 1. Allgemeine Betrachtung

Auf den ersten Blick mögen die furchtbaren Ereignisse beider Länder sehr ähnlich erscheinen, was anfangs oft zu einem leichtfertigen Gleichsetzen führte: Beide Gesellschaften lebten in einem faschistischem Regime, das durch eine harte Repression gekennzeichnet war, und unter der tausende von Menschen ihr Leben verloren. Es waren traumatische Schlüsselerlebnisse, die noch heute tief in den Köpfen der Menschen verankert sind. Und in beiden Ländern tut man sich mit der Vergangenheitsbewältigung mehr oder weniger schwer. Aber die Nazi-Diktatur, der Holocaust und die Teilung Deutschlands auf der einen Seite und der spanische Bürgerkrieg und die Franco-Diktatur auf der anderen Seite waren „singuläre und unvergleichbare historische Ereignisse" und sind keinesfalls in dieser Art und Weise gleichzusetzen, denn zu unterschiedlich sind sowohl die historischen Umstände und Ausmaße, als auch die Ausgangsituationen für eine Aufarbeitung. Abgesehen davon, muss man sich der Tatsache bewusst sein, dass der Holocaust ein mit nichts zu vergleichender, beispielloser, systematischer Völkermord war.

IV. 2. Der Weg zur Diktatur

Es gibt mehrere Faktoren, die den spanischen Bürgerkrieg 1936 auslösten und somit letztendlich Francisco Franco an die Macht brachten. Spanien befand sich schon seit Jahrhunderten in einer instabilen Lage. Ausschlaggebend dafür war bereits der Erbfolgekrieg Anfang des 18. Jahrhunderts und die daraus folgenden Carlistenkriege. Aber auch die Niederlage im Krieg gegen die USA, machte den Spaniern schwer zu schaffen. Doch das größte Problem war, dass sich die sozialen Unterschiede unter all den verschiedenen Regierungen bis 1936 immer mehr verstärkten. Auch die Militärdiktatur unter

Miguel Antonio Primo de Rivera y Orbaneja starb nach dem Marokkokrieg „an Auszehrung, an Mangel an Programm und Aktion." Doch auch der darauf folgenden, hoffnungsvollen Republik ist es nicht gelungen, das Land zu stabilisieren und die sozialen Spannungen zu entschärfen. Es kam zu Ausschreitungen und Aufständen und schließlich zum Militäraufstand im Juli 1936 unter der Führung von General Sanjurjo. Es folgten drei Jahre eines unerbittlichen Bürgerkrieges in dem die Nationalisten den „der Republik treu gebliebenen Sozialisten, Sozialdemokraten, Kommunisten und anarchosyndikalistisch Gruppen" gegenüber standen. Und durch Unterstützung in Form von Waffen und Truppen aus Deutschland und Italien ist es Franco 1939 gelungen, das Anti-Spanien zu unterwerfen.

In Deutschland hingegen haben sich die Nationalsozialisten mit der Legalitätsstrategie an die Spitze gekämpft, nachdem auch sie einen gescheiterten Putsch 1923 in München zu verzeichnen hatten. Aber auch die Deutschen befanden sich seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 in einer schwierigen Lage, die besonders durch Massenarbeitslosigkeit gekennzeichnet war. Immer wiederkehrende Konflikte zwischen der Regierung und dem Reichstag führten 1930 zur Auflösung des Parlaments und somit zu Neuwahlen, aus denen die NSDAP als zweitstärkste Partei hervorging. Bei der Reichspräsidentenwahl im April 1932 wird nicht Hitler, sondern Paul von Hindenburg wiedergewählt, was eine regelrechte Welle von Terroranschlägen seitens der SS und der SA nach sich zieht und in einem Verbot der beiden Organisationen endet. Doch bereits im Sommer wird dieses Verbot infolge von geheimen Absprachen wieder aufgehoben und es herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände im Wahlkampf. Das Misstrauensvotum gegen die Regierung von Franz von Papen, der wenige Monate zuvor von Hindenburg zum Kanzler des Präsidialkabinetts eingesetzt wurde, führte zu einer erneuten Reichstagsauflösung und Neuwahlen im November 1933, was den Rücktritt von Papen zur Folge hatte.

Am 30. Januar wird Hitler schließlich zum Reichskanzler ernannt. Die nächsten Monate geben sich die politischen Ereignisse die Klinke in die Hand: Die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes, was Einschränkungen in der Presse- und Versammlungsfreiheit nach sich zieht. Die Reichstagsbrandverordnung, die Grundrechte außer Kraft setzt und die Basis für die Verfolgung politischer Gegner schafft. Die Einrichtung eines Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter Joseph Goebbel. Das Ermächtigungsgesetz, welches die nationalistische Diktatur in Deutschland einführte, denn es ermächtigte Hitler, Gesetzte zu erlassen ohne die Zustimmung von Reichstag und Reichsrat sowie Gegenzeichnung des Reichspräsidenten. Gewerkschaftshäuser werden besetzt und deren Vermögen beschlagnahmt und es kommt in vielen Städten des Landes zu Bücherverbrennungen von liberalen, sozialistischen und jüdischer Autoren. Im Juli 1933 ist jede Partei außer der NSDAP verboten und das Gesetz gegen die Neubildung der Parteien verbietet die Neugründung anderer Parteien. Nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg 1934 werden die Ämter des Reichspräsidenten und Reichskanzlers zusammen gelegt und auch die Reichswehr wird auf Adolf Hitler vereinigt. „Damit sind alle wichtigen Ämter auf ihn vereinigt: es gibt keinerlei Kontrollinstanzen mehr."

Ein wesentlicher Unterschied in der Karriere beider Diktatoren besteht also darin, dass Franco den Weg der blutigen Konfrontation seiner Gegner gegangen ist und letztendlich die Regierung zerschlagen konnte, während Hitler sich dem Anschein nach auf dem legalen Pfad der Demokratie an die Spitze kämpfte. Dass dieser Pfad gespickt war von Terror, Unterdrückung, Erschießungen, Verhaftungen, Intrigen und geheimen Absprachen, steht außer Frage. Doch die Methoden, mit denen seine Anhänger dann versuchten, ihre Macht zu befestigen, waren häufig alles andere als legal. Dennoch genoss Hitler zu großen Teilen die Unterstützung der Massen, was auf die Niederlage im Ersten Weltkrieg und das daraus entstandene Gefühl eines gekränkten Nationalstolzes zurück zu führen ist und letztendlich auch auf seine Fähigkeit als brillanter Redner, denn „Propaganda und Massenbeeinflussung war Hitlers eigentliches Feld."

Hitler und auch Franco kämpften zwar unter dem gleichen Vorwand, den Bolschewismus und dessen Verbreitung verhindern zu wollen, doch ihre tatsächlichen Ziele unterschieden sich drastisch. Franco wollte seine Diktatur aufrechterhalten und das auch noch nach seinem Tode, was eine politische Säuberung zur Folge hatte. Hitler aber hatte sich weitaus höhere Ziele gesteckt: Die Vernichtung einer gesamten Rasse - der Juden, und die Schaffung einer deutschen Weltmacht. Und dabei sollte Deutschland die

Ausgangsbasis sein.

Beide haben alle, die nicht für sie waren, als ihre Gegner verstanden und ausgerottet, allerdings stellt das Ausmaß einen entscheidenden Unterschied dar. Franco führte seinen Kampf im eigenen Land gegen eigene Landsleute, Hitler führte seinen Krieg gegen Völker aus ganz Europa und das mit aktiver sowie passiver Unterstützung des deutschen Volkes selbst. Das bedeutet, dass die Deutschen mit einer Vergangenheitsbewältigung konfrontiert wurden und werden, in der sie die Schuldigen sind und sich nun gegenüber der ganzen Welt verantworten mussten, nachdem der Krieg 1945 verloren war. Die Spanier hingegen finden sich in der Rolle des Opfers wieder, die aufgrund der politischen Situation erst seit Kurzem eine realistische Gelegenheit zur Aufarbeitung bekommen haben.

Eines haben sie jedenfalls gemeinsam: Spanien und Deutschland setzten sich jeweils erst fГјnfundzwanzig Jahre nach der Diktatur mit der Vergangenheit auseinander, es passiert lediglich zeitversetzt.

IV. 3. Der Гњbergang in die Demokratie

Dass Spanien nach der 40 jährigen Franco-Ära den Weg in eine Demokratie so schnell und fast schon leichtfüßig finden würde, hatte zu diesem Zeitpunkt wohl niemand vermutet.

Die transiciГіn В– der Гњbergang in die Demokratie В– В„galt deshalb lange Zeit als ein Musterbeispiel eines friedlichen Systemwechsels" und stieГџ weltweit auf Bewunderung.

In der Bundesrepublik folgte die Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg, im Osten des Landes erst nach 40 Jahren Diktatur. Ein politischer Neuanfang fand also in beiden Ländern statt, doch sind die Ursachen und die Art und Weise des Übergangs nicht annähernd dieselben.

Das Dritte Reich zerbrach aufgrund einer militärischen Niederlage, was zu einem Bruch des Systems und zu der Aufteilung des Landes in vier Besatzungszonen durch die Alliierten führte.

Unter ihrer politischen Vormundschaft begann der östliche, kommunistische Bruder mit dem Aufbau eines vorgeblich neuen Deutschland, während der größere kapitalistische Bruder im Westen die Nachfolge des 1872 gegründeten Deutschen Reiches beanspruchte. Dieser verstand sich als Mitglied einer antikommunistischen Allianz gegen den sowjetischen Totalitarismus, während sich jener als Mitglied einer antifaschistischen Allianz gegen den Kapitalismus sah.

Im Osten setzte sich die SED an die Spitze, die das Ziel des einheitlichen Deutschlands suggerierte, in Wirklichkeit aber die Schaffung eines Teilstaates in Angriff nahm.

Sie orientierte ihre Politik in den folgenden Jahren einzig und allein am sowjetischen Vorbild.

Dass folglich die Entwicklung der beiden Teile wirtschaftlich, politisch aber eben auch hinsichtlich der Vergangenheitsbewältigung in einem sehr unterschiedlichen Ausmaß verlief, kann ohne Zweifel gesagt werden.

In Spanien löste sich der Wandel einzig und allein aufgrund des altersbedingten Todes Francos aus und verlief weitestgehend unter franquistischen Institutionen und eines Teils der alten politischen Elite. Es gab also keinen Bruch mit dem System wie in Deutschland, stattdessen war es eher eine Ersetzung der Strukturprinzipien durch eine Regierung die auf demokratischen Prinzipien basierte. Und dass dies passieren würde, war bereits vor Francos Tod absehbar. Verstärkte Diskussionen über einen politischen Wandel von der Opposition als auch die Ermordung von Luis Carrero Blanco durch die ETA 1973, waren unübersehbare Anzeichen. Zwar kündigte König Juan Carlos schon 1975 mit entsprechenden Reformen den Weg zur Demokratisierung an, welche dann aber unter dem aus dem franquistischen System übernommenen Ministerpräsidenten Carlos Arias Navarro – der später aus seinem Amt aufgrund dessen entlassen wurde - kaum vorankamen. Das übernahm 1977 Adolfo Suárez, der mit seiner Partei, Union des Demokratischen Zentrums (UCD), bei den Wahlen desselben Jahres als Sieger hervorging.

Das Ende des Wandels ist fГјr manche die Verabschiedung der Verfassung 1978, fГјr andere die erfolgreiche Abwehr des Tejero-Putsches 1981.

Das Bemerkenswerte an der transiciГіn ist, dass sie von beiden Seiten, also der franquistischen Regierung auf der einen Seite und der demokratischen Opposition auf der anderen Seite,

ausgehandelt und mittels der Gesetze des alten Systems vollzogen wurde.

Möglich war all dies aber u. a. nur, weil die Auswirkungen und Erinnerungen an den Bürgerkrieg die Kompromissbereitschaft der Spanier in allen Schichten der Bevölkerung steigen ließ. Man sehnte sich nach Ruhe und Frieden und nahm deshalb den hohen Preis des Vergessens und Verdrängens zugunsten der Demokratie in Kauf, was rückwirkend gesehen, schwere Konsequenzen mit sich brachte: Eine Vergangenheitsbewältigung konnte nicht stattfinden.

Spanien hat dies durch das kollektive Beschweigen der Vergangenheit versäumt, was den Grundkonsens der Demokratie beschädigte. Der spanischen Vergangenheitspolitik gelang es nicht, das Baskenland in den gesamtspanischen Konsens zu integrieren, aus dessen Reihen immer wieder Kritik an der neuen Verfassung und des Amnestiegesetztes kam. Die Basken sahen den Bürgerkrieg als Krieg Gesamtspaniens gegen ihr eigenes Land an, und der war für sie noch nicht beendet, da das Baskenland noch immer von Spanien besetzt war.

„Die spanische Geschichtspolitik trübte auch den Blick auf den baskischen Terrorismus. Die von Medien und Politik geförderte Selbstwahrnehmung als Volk, das den Frieden liebt und offen ist für den Dialog, die Versöhnung und gegenseitige Toleranz, kann durchaus mit dazu beigetragen haben, dass sich Spanien erst spät der Tragweite des Problems der ETA bewusst wurde und sich schwer damit tat, Strategien im Umgang mit dem Terrorismus zu finden und öffentlich zu diskutieren."

Des Weiteren machte sich nach der transición das Gefühl der Enttäuschung breit, das sozial-psychologische Phänomen des desencanto. Die junge Demokratie war doch nicht ganz das, was man sich zu Beginn ausgemalt hatte. „Die Tatsache, dass sich […] ein Großteil der alten Eliten weiterhin in Führungspositionen des neuen Staates befand, […], führte zu einem Rückgang des politischen Engagements und einem allgemeinen Desinteresse an Politik." Außerdem nahm es den Menschen die Möglichkeit, angstfrei in der neuen Demokratie zu leben, denn die Verbrecher liefen weiterhin ungestraft durch die Straßen.

Dadurch, dass Deutschland in den Händen der Siegermächte lag und dadurch gezwungen war, sich aufgrund der vielen Vorwürfe und Anschuldigungen von außen mit den Vorfällen auseinanderzusetzen, konnte die Beschäftigung mit der Vergangenheit zeitiger einsetzen. Ursachen und Hintergründe des Geschehnen mussten Stück für Stück aufgearbeitet werden, wenn auch anfangs nicht freiwillig.

IV. 4. Der Aufwand der Vergangenheitsbewältigung im Vergleich

Wie bereits erwähnt, konnte in Spanien keine Vergangenheitsbewältigung stattfinden aufgrund der Amnestie, die sich die Spanier selbst auferlegt hatten, um endlich den Weg in eine stabile Demokratie zu finden. Erst seit 2000 findet ein aktives Auseinandersetzen mit der Vergangenheit statt.

In Deutschland hingegen gaben die Alliierten den Anstoß. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Deutschen ohne den Druck der Siegermächte, genauso wie die Spanier, geschwiegen und verdrängt hätten, ist ohne Zweifel hoch. Denn auch das wurde gern getan, wenn auch nicht in diesem Ausmaß und per Gesetzesbeschluss.

Inwieweit die theoretischen Wege zur Vergangenheitsbewältigung nach König in der Realität umgesetzt wurden und umgesetzt werden, soll in den folgenden Seiten gezeigt werden.

IV. 4. 1. Verbot der belasteten Organisationen und die Bestrafung der Täter

Im Falle Deutschlands war die Instanz, welche die Frage über die verbrecherischen Organisationen beantwortet nach 1945, die Alliierten. Doch schon im November 1943 trafen die späteren Siegermächte zusammen und veröffentlichten ihre Erklärung über Grausamkeiten im besetzten Europa, die die Bestrafung der Hauptverbrecher bereits ankündigte. Ergebnis dessen war die Bildung eines internationalen Militärtribunals, deren Verhandlungen später als die Nürnberger Prozesse in die Geschichte eingingen.

NS-Organisationen sind von den Alliierten auf politischem Wege verboten worden, was ihnen das Recht gab, Mitglieder der als verbrecherisch geltenden Organisationen vor Gericht zu stellen und zu betrafen. Diese Prozesse begannen im November 1945 mit dem Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, deren Urteile am 30. September und dem

01. Oktober 1946 verhängt und kurz darauf vollstreckt wurden: Zwölf Todesstrafen, drei lebenslängliche und vier zeitlich begrenzte Freiheitsstrafen. Auch in den Folgejahren bis 1948 wurden Prozesse gegen Ärzte, Juristen und Führungspersonen aus der Wirtschaft geführt. Es fand eine Vielzahl weiterer Prozesse statt, wie zum Beispiel der Dachauerprozess 1945 oder der Ravensbrück-Prozess 1946. Für besonders viel Aufsehen sorgten die Auschwitzer Prozesse in den Sechziger Jahren gegen Mitglieder des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz.

Gemäß des Potsdamer Abkommens im August 1945 sollte „eine Säuberung der deutschen und österreichischen Gesellschaft, Kultur, Presse, Ökonomie, Jurisdiktion und Politik von allen Einflüssen des Nationalsozialismus erfolgen." In Deutschland veröffentlichte der alliierte Kontrollrat deshalb 1946 Richtlinien zur Behandlung von Nationalsozialisten, deren Helfern und Nutznießern. Allerdings war der Prozess der Entnazifizierung bereits im Gang, und das auf unterschiedliche Art und Weise in den verschiedenen Besatzungszonen.

In der sowjetischen Besatzungszone wurde die Entnazifizierung am schnellsten und konsequentesten vollzogen und war mit einem sozialistischen Umbau verbunden. Funktionsträger der NSDAP wurden rigoros aus ihren Ämtern entfernt und zu Teilen in Speziallagern in Gewahrsam genommen. Im Gegensatz zu den Lagern der Westzonen wurden dort auf diese Weise auch Sozialdemokraten, Liberale und Konservative aus dem Verkehr gezogen. Etwa 50.000 Menschen waren dort inhaftiert und etwa 12.000 sind ums Leben gekommen. Dies wurde in Zeiten der DDR tabuisiert.

In der US-Zone verlief die Entnazifizierung weitaus bürokratischer ab. Man teilte die Menschen in fünf Gruppen ein, nachdem sie einen Fragebogen mit 131 Fragen ausfüllen mussten: Hauptschuldige, Belastete, Minderbelastete, Mitläufer und Entlastete.

Als sich der Konflikt zwischen der USA und der Sowjetunion allerdings verschärfte und später im Kalten Krieg Ausdruck fand, wurde die Entnazifizierung seitens der Amerikaner deutlich vernachlässigt, endete schließlich in Schnellverfahren und gelockerten Kontrollen, zugunsten vieler Belasteter. So wurden zunächst entlassene Beamte nach dem Entnazifizierungsverfahren und insbesondere nach der Gründung der BRD 1949 wieder in den öffentlichen Dienst eingestellt.

In der britischen und der französischen Zone konzentrierte man sich hauptsächlich auf die schnelle Auswechslung der Eliten, legten dabei aber eine weitaus gemäßigtere Gangart an den Tag.

Insgesamt betrachtet, konnte der Prozess der Entnazifizierung in allen Zonen nicht konsequent durchgefГјhrt werden und ist deshalb als mangelhaft zu bewerten. Der Historiker Walter Dorn bezeichnete die Entnazifizierung sogar als Misserfolg.

Zweifellos ist ein anfangs euphorischer Aufwand hinsichtlich des Verbots verbrecherischer Organisationen und der Bestrafung der Täter in Deutschland betrieben worden und kann somit nicht mit Spanien verglichen werden, da dort nichts dergleichen statt gefunden hat und die franquistischen Funktionäre mit dem Wissen aller in ihren Ämtern geblieben sind. Dennoch ermöglichten der vorzeitige Abbruch der Säuberung, sowie die Verdrängung seitens der Bevölkerung in Deutschland, aber natürlich auch das Schweigen in Spanien in beiden Ländern „eine Integration von Unterstützern einer Diktatur in eine Demokratie."

IV. 4. 2. Vergangenheitsbewältigung in der Öffentlichkeit

Wie bereits gesagt, findet eine öffentliche Vergangenheitsbewältigung in Spanien erst seit dem Jahr 2000 statt. Denn auch die bereits erwähnte Bürgerkriegsliteratur in den Achtziger Jahren unterlag der Zäsur der Sieger. Ausschlaggebend für den Bruch des Schweigens in der Gesellschaft war Emilio Silva, der mit seinem Artikel Auch mein Großvater war vermisst eine regelrechte Lawine auslöste. Schon bald hatte er die Unterstützung von Archäologen, Gerichtsmedizinern und des Bürgermeisters, mit dessen Einverständnis das erste Massengrab ausgehoben wurde.

В„Wir sind die Generation, die seit Francos Tod 1975 in der spanischen

Demokratie aufgewachsen ist, die sich von der Angst der brutalen Repression

des Francismus frei gemacht hat. Wir, die Generation der Enkel, übernehmen jetzt die Verantwortung für die Aufarbeitung der spanischen Tragödie."

Daraus entstand die „Asociación para la Recuperación de la Memoria Histórica" , die heute weit über Tausend Mitglieder zählt. Silva betont: „Es geht uns nicht um Revanche, sondern darum, den Toten ihre Ehre wiederzugeben." Heute weiß man, dass ganz Spanien mit Massengräbern übersäht ist. Natürlich hatten sich die Regierungen nach Franco, die Linken wie die Rechten, genau wie das Volk auch, keinerlei Aufarbeitung gewidmet: "Wenn wir jetzt anfangen, nach Francos Tod, über diese Dinge öffentlich zu debattieren, werden wir die Fronten der 30er Jahre, die zum Bürgerkrieg geführt haben, wieder aufreißen". Doch gerade dann als die Stimmen nach Aufarbeitung lauter wurden, nämlich Mitte der Neunziger Jahre, musste man in Spanien lange auf die Unterstützung vom Staat warten, obwohl man sich bereits 1992 vor der UNO verpflichtet hatte, alles zur Identifizierung der Leichen zu tun. Die Konservativen, die von 1996 bis 2004 unter Aznar regiert haben, wollten genau diese Debatten verhindern. Auch der Putsch von Franco 1936 wurde von ihnen bis 2002 nicht verurteilt. Diese Art der Geschichtspolitik hat eine Gegenreaktion in der Gesellschaft hervorgerufen und laut Bernecker ist das einer der Gründe, warum wir gerade jetzt diese Bewegung in Spanien erleben.

Die Aufarbeitung in Spanien ist durch den Bürger ins Rollen gekommen und spielt sich jetzt auf privaten, gesellschaftlichen und nun auch politischen Ebenen ab. Es beginnt heute in Spanien „…eine große gesellschaftliche Auseinandersetzung, eine massenmediale Auseinandersetzung über das Fernsehen, über Rundfunk, über Ausstellungen, über Diskussionen, Symposien…", genauso, wie es in Deutschland seit Jahrzehnten der Fall ist.

Zwar unterscheiden sich die beiden deutschen Teilsaaten auch in diesem Punkt, doch geschwiegen und verdrängt hatte man sowohl im Osten als auch in Westen , als nach 1945 die Verbrechen der Deutschen für jedermann sichtbar wurden. Eine Entschuldung des Volkes fand ebenfalls in beiden Teilen statt, wenn auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Die DDR verstand sich als ein neues, siegreiches, antifaschistisches Deutschland, das jede Schuld lange Zeit von sich wies. In der BRD entlastete man die Bevölkerung in gewisser Weise, indem man das Dritte Reich als Gewaltherrschaft ansah, was die Menschen in die Gruppe der Opfer manövrierte und man somit auch sie nicht für die Verbrechen verantwortlich machen könne. Man verstand sich zwar in der BRD als Nachfolger und bekannte sich zu der Erbschaft des Nationalsozialismus, brach aber definitiv mit der Hitler-Diktatur. „So blieb in der westdeutschen Öffentlichkeit der Wille sichtbar, sich der Vergangenheit und ihren vielfältig nachwirkenden Belastungen zu stellen, wie widerstrebend und innergesellschaftlich widerstreitend dies auch immer geschah." Die Alliierten konfrontierten die Deutschen mit den Verbrechen des Regimes und dessen Folgen durch die Nürnberger Prozesse, die Entnazifizierung, eingeforderte Rückerstattung und Wiedergutmachung. Die Mängel und Ungerechtigkeiten dieses bürokratischen und gerichtlichen Verfahrens wurden von der Bevölkerung als neues Unrecht empfunden und minderten damit auch ihr Schuldbewusstsein. Es wurde in der Öffentlichkeit zwar aus Anlässen wie des Remer-Prozesses oder der Kriegsverbrecherfrage immer wieder über die NS-Vergangenheit geredet und debattiert, doch verblasste die Erinnerung daran in der Gesellschaft, weil sie sich auf den Wiederaufbau, das Wirtschaftswachstum, kurz, auf die Gegenwart konzentrierte.

Erst als zu Beginn der Sechziger Jahre offenkundig wurde, dass viele Täter, Eliten des Nationalsozialismus aus Politik, Wirtschaft, Medizin und Justiz unbestraft geblieben sind, ging ein Ruck durch die junge Generation der späten Sechziger Jahre. Das ganze Ausmaß der Gewaltverbrechen wurde erst durch die Auschwitzer Prozesse, den Ulmer Einsatztruppen-Prozess, sowie die Einrichtung der Ludwigsburger Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen ans Licht gebracht und ging somit endlich über den Kreis der Fachleute hinaus. Es entfalteten sich Reaktionen der Erschütterung, des ungläubigen Zweifels und letztlich gar der Schuldabwehr, dessen Folge der Ausdruck Auschwitzlüge war, der die Realität des nationalsozialistischen Völkermords an den Juden verleugnete. Die Verleugnung des Holocaust wurde daraufhin 1979 unter Strafe gestellt. Die Bedeutung der Zeitgeschichte nahm seitdem immer mehr zu. Als es Ende der 50er Jahre zu mehreren antisemitischen Vorfällen kam, reagierte das Bildungssystem mit einer Reihe von Reformmaßnahmen. So wurde beispielsweise das Thema des Nationalsozialismus als ein Muss in den Unterricht eingeführt. In den Achtziger Jahren setzten Untersuchungen zur

NS-Zeit in großem Stil ein, die die Erkenntnisse über Entwicklung, Durchführung und Ausmaß auf eine neue Ebene hob. Debatten über die NS-Zeit fanden ihren Höhepunkt in dem Historikerstreit von 1986. Am 12. April 1990 wurde von der ersten demokratisch gewählten Volkskammer der DDR eine Resolution verabschiedet mit der man sich nun doch noch zu einer historischen Schuld bekannte:

„Durch Deutsche ist während der Zeit des Nationalsozialismus den Völkern der Welt unermessliches Leid zugefügt worden. Nationalismus und Rassenwahn führten zum Völkermord,…" Zugleich bekannte sich die Erklärung „im Namen der Bürgerinnen und Bürger dieses Landes zur Mitverantwortung für die Demütigung, Vertreibung und Ermordung jüdischer Frauen, Männer und Kinder. Wir bitten die Juden in aller Welt um Verzeihung. Wir bitten das Volk in Israel um Verzeihung für Heuchelei und Feindseligkeit der DDR-Politik gegenüber dem Staat Israel und für die Verfolgung und Entwürdigung jüdischer Mitbürger auch nach 1945 in unserem Lande."

In den Achtziger und Neunziger Jahren vollzog sich dann die Strafverfolgung aufgrund des Generationswechsels unter einem differenzierten Blickwinkel. Die Bereitschaft, sich mit der dunklen Seite der Geschichte zu beschäftigen, war deutlich gestiegen.

Die Vergangenheitsbewältigung verlief also auch in Deutschland nicht optimal und weist erhebliche Mängel auf. Und auch wenn seitdem einer Aufarbeitung von staatlicher Seite weitestgehend nichts mehr im Wege stand und in allen denkbaren Medien über den Holocaust zu Genüge aufgeklärt und diskutiert wurde und noch immer aufgeklärt und diskutiert wird, muss man auch heute noch dem Rechtsextremismus die Stirn bieten, dessen Ursachen an dieser Stelle allerdings nicht weiter betrachtet werden können.

Ein Vergleich zwischen Spanien und Deutschland kann in diesem Punkt schon deshalb nicht stattfinden, da sich Spanien erst jetzt in der Phase befindet, in der sich Deutschland vor etwa fünfzehn Jahren befand, nämlich zu jener Zeit als größtenteils die Nachkriegsgenerationen die Aufarbeitung der Vergangenheit in die Hand genommen haben. Somit bleibt es abzuwarten, wie sich die Vergangenheitsbewältigung in Spanien in den nächsten Jahren gestalten wird.

IV. 4. 3. Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer

In Spanien galt nach 1975 eine Versöhnung ohne Wiedergutmachung, demzufolge blieben materielle Entschädigungen aus. Ein Anfang wurde im Juni 2004 Jahres gemacht, als ein Antrag verabschiedet wurde, der den Opfern moralische und ökonomische Anerkennung garantieren soll. Zuvor stellten etwa zwanzig Vereinigungen zusammen einen Aktionsplan auf, in dem unter anderem die Ratifizierung der Konvention über die Unverjährbarkeit von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gefordert wird sowie die Annullierung der Urteile während der Diktatur. Weiterhin fordern die Verbände ein Gesetz zur Exhumierung, die Identifizierung der Opfer, die Öffnung der Geheimarchive der Guardia Civil und der Falange, die Bezahlung der notwendigen DNA-Tests, sowie die Entschädigung aller Opfer. Bisher wurden nur Wenige entschädigt, was auf fehlende Dokumente und auf Behinderung der bisherigen Regierungen zurück zu führen ist. Seit dem Regierungswechsel im März 2004 hoffen viele Opferverbände, dass nun endlich Gerechtigkeit walten wird.

Ein halbes Jahr später beauftragte Zapatero seine Stellvertreterin, María Teresa Fernández de la Vega, eine Kommission für die Entschädigung der Franco-Opfer ins Leben zu rufen.

In Deutschland wurden bereits vor der Gründung der BRD Wiedergutmachungsgesetzte erlassen und Anfang der fünfziger Jahre Entschädigungsabkommen mit Israel und internationalen jüdischen Organisationen abgeschlossen. Dass sich dieser Prozess allerdings über einen Zeitraum von über fünfzig Jahren hinziehen und nur ein Bruchteil der geschätzten zwanzig Millionen NS-Verfolgten entschädigt werden würde, war damals nicht abzusehen. Den Deutschen selbst standen widerstreitende Interessen und Neigungen, Selbstschutz, Selbstgerechtigkeit oder Schuldabwehr einem sühnenden Akt in Form von Wiedergutmachung lange Zeit im Wege. Bis zur Gründung der BRD lag die Entwicklung der Wiedergutmachung deshalb in den Händen der Alliierten. Forderungen nach Rückerstattung und Rehabilitation gab es bereits vor Kriegsende. Doch auch nach der Gründung der BRD zeigte die Nachkriegsgesellschaft keine Eile, die Lage der Entschädigungsberechtigten zu verbessern und nach den Vorgaben der US-Regierung zu handeln.

Erst Ende 1951 bot Bundeskanzler Konrad Adenauer Israel offiziell Wiedergutmachungsverhandlungen an. Die Bundesrepublik sichert 1952 im Luxemburger Abkommen dem Staat Israel für die Eingliederung von einer halben Million jüdischer Flüchtlinge, sowie für Vermögensverluste von Juden in den von Nazi-Deutschland besetzten Gebieten eine globale Entschädigung von drei Milliarden DM zu. Im Londoner Schuldenabkommen 1953 akzeptiert die Bundesregierung die Übernahme der in der Vorkriegszeit entstandenen Auslandsschulden des Deutschen Reiches und Preußens in Höhe von fünfzehn Milliarden DM. Darin werden die Rückzahlungsverpflichtungen der BRD gegenüber 33 Ländern geregelt. 1956 trat das überarbeitete Bundesgesetz zur Entschädigung für Opfer der NS-Verfolgung in Kraft. Die DDR ignorierte die Zahlungsverpflichtung des Luxemburger Abkommens, obwohl Israel mehrfach versuchte, das SED-Regime zur Wiedergutmachung zu veranlassen. Diese beschränkte sich nämlich lediglich auf die in der DDR lebenden Opfer des Faschismus und schloss die jüdischen Verfolgten zu großen Teilen aus. Nach der Vereinigung der deutschen Staaten kam erneut Bewegung in die Debatten. Bis 2000 belief sich die Gesamtsumme der Wiedergutmachungsleistungen Deutschlands auf etwa 160 Milliarden DM. Im Juli 2000 wurde nach langen Verhandlungen der Gesetzesentwurf Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft vom Bundestag beschlossen, durch den 1,2 Millionen noch lebende Zwangsarbeiter entschädigt werden sollen. „Unsere ausgestreckte Hand an die Opfer" nannte Bundesfinanzminister Hans Eichel damals diesen Beschluss mit Bedacht.

Fakt ist dennoch, dass der weitaus größte Teil der NS-Verfolgten leer ausgegangen ist, obwohl sie jahrzehntelang „ihre Hände gegen das Land ihrer Peiniger ausgestreckt hatten, klagend, fordernd, drohend, bittend – vergeblich." Ein Vergleich zwischen Spanien und Deutschland ist folglich auch zu diesem Thema kaum möglich, da Spanien die Entschädigungsleistungen fast noch vollständig zu erbringen hat. Des Weiteren steht das Ausmaß der zu erbringenden Leistungen in keinem Verhältnis zu dem, was Deutschland in den letzten sechzig Jahren an Entschädigung gezahlt hat. Ob, wie und wann die jetzige spanische Regierung den Forderungen der Opferverbände nachkommen wird und wie viele Betroffene letztendlich entschädigt und rehabilitiert werden, ist noch offen.

IV. 4. 4. Erinnerungs- und Gedenkkultur

In der Gedenkkultur gab es in den beiden deutschen Teilstaaten vor der Wiedervereinigung erhebliche Unterschiede. In den Westzonen hatte man nur wenig Interesse daran, Gedenkstätten zu errichten, während in der DDR der Bau der Gedenkstätten großzügig gefördert wurde.

Heute sind unzählige Mahnmale an den Holocaust in der ganzen Welt zu finden: In Polen, Frankreich, Tschechien, Österreich, Belgien und den Niederlanden, sowie in zwölf Bundesländern Deutschlands. Die meisten Gedenkstätten entstanden in den Achtziger Jahren, was auf die starke Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in dieser Zeit zurück zu führen ist. Zahlreiche Gedenktage fanden zusätzlich statt, wodurch bei der Öffentlichkeit ein größeres Interesse erzielt wurde. Des Weiteren nimmt der Nationalsozialismus schon seit den Neunziger Jahren einen herausragenden Platz in der historisch-politischen Bildung ein. Die Weichen dafür wurden bereits 1960 in einer Kultusministerkonferenz gestellt, in welcher Richtlinien für den Unterricht erstellt wurden.

Der Kniefall Willy Brandts 1970 in Warschau oder die herausragende Rede von Richard von Weizsäcker 1985 sind Meilensteine in der deutschen Erinnerungskultur.

Ein weiterer Katalysator für die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit waren aber auch Medienspektakel wie die Ausstrahlung des Films Schindlers Liste von Steven Spielberg im Jahr 1994, oder die Erscheinung zahlreicher Bücher und Aufsätze, als auch öffentliche Ausstellungen. Voraussetzung dafür war eine jahrelange Aufarbeitung der Fakten, die eine exakte historische Dokumentation erst möglich machte. Das momentane Schlusslicht dessen stellt das seit 1988 kontrovers diskutierte Holocaust-Mahnmal in Berlin dar, welches dieses Jahr im Mai eröffnet wurde und seitdem täglich unzählige Besucher in die Hauptstadt zieht.

Zweifelsfrei befindet sich Spanien auch in diesem Punkt noch am Anfang und ist erneut nicht zu vergleichen mit Deutschland und seiner bereits sehr ausgeprägten Erinnerungs- und Gedenkkultur.

Der Diktator hat seine Spuren überall im Land auch noch lange nach seinem Tode hinterlassen. Straßennamen und öffentliche Plätze sind auch heute noch nach dem Führer von Gottes Gnaden und anderen Repräsentanten des Regimes benannt und in vielen Teilen des Landes zu finden. Erst im letzten Jahr forderte das spanische Parlament die Regierung auf, alle noch vorhandenen Symbole des Regimes zu beseitigen. Dreißig Jahre brauchte die Demokratie bis zur Entfernung der letzten Reiterstatue in Madrid, für die sich zu lange niemand verantwortlich fühlte. Bis letzten Jahres haben dort Rechtsradikale alljährlich zum Todestag des Diktators Kundgebungen abgehalten. In einer Nacht,– und Nebelaktion wurde die Statue ohne das Wissen des Bürgermeisters demontiert. Etwa hundert Schaulustige beobachteten den Abtransport und es wurde wieder einmal mehr deutlich, wie sehr das Land auch heute noch gespalten ist: „Einige von ihnen jubelten den Arbeitern zu, andere erhoben den Arm zum Nazi-Gruß und sangen "Cara al sol" (Der Gesicht zur Sonne), die Hymne der Rechtsradikalen." Auch die konservative Volkspartei machte erneut ihren Standpunkt klar: "Franco ist seit langem tot. Die Regierung will die Vergangenheit wiederaufleben lassen, weil ihr Ideen für die Zukunft fehlen", äußerte sich der PP-Chef Mariano Rajoy.

Noch heikler ist die Frage nach der Basilika im Valle de los Caidos – der Grabstätte Francos. Zehntausende von Touristen kommen jährlich dorthin, aber nirgends gibt es ein Schild, was die tatsächliche Bedeutung des Monuments, nämlich dass es als Mahnmal des Totalitarismus verstanden werden soll, erklärt. Ziel der sozialistischen Regierung ist es nun, diesen Ort in ein Dokumentationszentrum umzuwandeln und somit in eine der bedeutungsvollsten Gedenkstätten Spaniens.

Eine Erinnerungs- und Gedenkkultur hat sich demzufolge in Spanien noch nicht entwickelt, doch werden die ersten Schritte in die richtige Richtung getan.

V. AKTUELLER BEZUG

Solange die Spanier und die Deutschen über ihre Geschichte in Tageszeitungen lesen können, noch nicht alle Zeitzeugen verstorben sind und öffentliche Debatten geführt werden, ist die Geschichte noch lange nicht Vergangenheit. Dass das auf Spanien gegenwärtig noch zutreffender ist als auf Deutschland, konnte mehrfach bewiesen werden. Das Symposium des Goethe Institutes und des Instituto Cervantes diesen Jahres, die kürzliche Einweihung des Holocaust Mahnmals in Berlin, die Entfernung der Francostatue in Madrid oder auch die Berichte in Zeitungen über den Tod von Simon Wiesenthal vor zwei Tagen, beweisen zweifelsfrei, dass der Nachhall der dunklen Kapitel Deutschlands und Spaniens noch immer zu spüren ist.

VI. SCHLUSSFOLGERUNG

Zusammenfassend kann man sagen, dass es sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen beiden Geschehnissen gibt. Dennoch müssen diese relativiert werden, besonders in Hinsicht auf die politischen Hintergründe, die Ausgangssituation, den Verlauf, den zeitlichen Aspekt und das Ausmaß der Auswirkungen. Oberflächlich betrachtet zeichnen sich Gemeinsamkeiten beider Geschehnisse ohne Zweifel ab: Beide Ereignisse haben die Gesellschaft des 20. Jahrhunderts deutlich geprägt, sie waren Vorläufer von Demokratien, sie hinterließen eine traumatisierte Gesellschaft und in beiden Ländern verlief die Aufarbeitung der Vergangenheit nicht optimal. Dennoch müssen die gravierenden Unterschiede in die Betrachtung unbedingt mit einbezogen werden. Dabei stehen sich folgende Tatsachen unter anderem gegenüber: Das Ziel der Weltherrschaft und das Ziel einer Diktatur, das deutsche Volk als Unterstützer und das spanische Volk als Unterdrückte, ein friedlicher Übergang in die Demokratie und ein radikaler Bruch mit dem System, die Führung durch Alliierte und die Führung durch eine gewählte Regierung, der Mord an politischen Gegnern und der Mord an ganzen Völkern, eine zunächst erzwungene Aufarbeitung von oben und eine nun nicht aufzuhaltende Aufarbeitung von unten. Hinzu kommen Menschverluste und Hinterbliebene die in keinem Verhältnis zueinander stehen.

Dass eine Aufarbeitung der Vergangenheit unabdingbar und durch nichts aufzuhalten ist, hat sich in Deutschland und auch in Spanien bewiesen. Man kann sie zwar für eine gewisse Zeit verdrängen, doch trifft für beide Staaten der Ausspruch von dem Dichter Thomas Stearns Eliot zu: Wer vor seiner Vergangenheit flieht, verliert das Rennen.

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